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Dem Alltagsstress entgegenwirken diese Methode kann helfen!

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf stressige Situationen. Auch in welchen Situationen der Stress überhaupt verursacht wird, ist bei jedem anders. Die Fähigkeit, auf diese unangenehmen Gegebenheiten ruhig und gelassen reagieren zu können, kann tatsächlich trainiert werden. Wichtig ist, sich im Voraus schon Gedanken zu machen und sich bewusst zu werden, wie man bestmöglichst dem Stress entgegenwirkt.

Mit Hilfe der „Was stärkt mich, was schwächt mich“-Methode lernen wir uns selbst besser kennen, ergründen unser Verhalten und unsere Muster genauer, um frühzeitig besser handeln zu können. Oftmals wissen wir nämlich nicht, welche Kleinigkeiten und für uns eventuell noch so unwichtigen Dinge, am Ende des Tages darüber entscheiden, ob wir den Tag als gelungen oder missglückt betrachten.

 

Doch wie gehe ich nun vor?

  1. Sie suchen sich einen Tag aus der nahen Vergangenheit heraus und schreiben ihn Schritt für Schritt auf. Achten Sie auf jedes noch so kleine Detail – wie war das Aufstehen? Hatte ich genug Zeit zum Frühstücken oder musste ich mich auf dem Weg zur Arbeit sehr beeilen? Habe ich Smalltalk mit meinen Kollegen gehalten? Wie verlief der Arbeitstag? Welche Termine hatte ich am Abend? War ich beim Sport oder habe ich mich mit jemandem verabredet? Wie und wann bin ich ins Bett gegangen?
    Es wird eine Weile dauern, doch diese Auflistung bringt uns zum nächsten Schritt.

  2. Jetzt wird jede dieser Aktivitäten mit einer Bewertung versehen:
    „Hat mich gestärkt“, „hat mich geschwächt“ oder „neutral“.
    So analysiert man welches positive Ereignis einem Energie für den Tag gebracht hat oder welches negative Ereignis einen gehemmt und bedrückt hat. Selbstverständlich ist das wieder individuell zu bewerten.

  3. Dieses Vorgehen wird über mehrere Tage wiederholt, um seine Muster kennen zu lernen. Auch Handlungen, die einen geschwächt haben, lassen sich so herauskristallisieren. Nur so lernt man seine Energiequellen im Alltag und seine Alltagshürden kennen.

  4. Der wichtigste Schritt ist nun das Handeln. Aus den Ergebnissen müssen Konsequenzen gezogen und den negativen Ereignissen entgegengewirkt werden: Sprechen Sie ein bestimmtes Verhalten eines Kollegen offen an, strukturieren Sie sich ihre Woche so, dass kein Termindruck entsteht, halten Sie sich Feierabende frei, um sich zu erholen und so weiter. Beseitigen Sie nach und nach die Störquellen ihres Alltags.

Auf die Analyse müssen Taten folgen

Das A und O bei der Methode, ist aber die Bereitschaft wirklich etwas ändern zu wollen. Wer nicht bereit ist durchzugreifen, wird auch nichts erreichen. Achten Sie auf Signale ihres Körpers: Sind sie öfters gereizt, haben Kopf- oder Rückenschmerzen oder keine Motivation zur Arbeit zu gehen? – Dann probieren Sie die „Was stärkt mich, was schwächt mich“-Methode doch einmal aus. Sollten Sie Schwierigkeiten beim Aufschreiben des Tagesablaufes und der Bewertung haben, beziehen Sie ruhig eine weitere Person, die keine Berührungspunkte mit ihrem Alltag hat, mit ein. Die Auflistung muss wahrheitsgemäß erfolgen, um seine Stressfaktoren genau zu analysieren, was zum Beispiel mit dem Partner oder der Partnerin in manchen fällig schwierig werden könnte.

Foto: © pixabay