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Ausbildungsabbruch vermeiden

Es ist nicht einfach den passenden Auszubildenden zu finden. Daher gilt es, dass wenn man ihn gefunden hat, den Abbruch der Ausbildung zu verhindern. Bereits jeder dritte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig aufgelöst und dabei fällt auf, dass sich einige Gründe dabei häufen. Daher gilt es so früh wie möglich gegenzusteuern.

Falls sich ein Verhalten beginnt einzuschleusen, das nicht gefällt oder Gewohnheiten entstehen, die unerwünscht sind, hilft nicht einfach eine Standpauke, sondern ein Gespräch. Ein Gespräch in Ruhe, Aufklärung, dass es ungewünscht ist und warum. Aber auch das Nachfragen nach den Hintergründen für das Verhalten sind wichtig, um Veränderungen nachvollziehen zu können. Der Auszubildende muss lernen sich selbst zu reflektieren und sein Verhalten erklären zu können. Das gelingt nicht immer im ersten Anlauf, kann aber mit der Zeit erlernt werden.

 

Vor der eigenen Tür kehren

Wichtig ist aber auch die Reflektion des eigenen Betriebes, daher kann auch der Kontakt mit der Schule wichtig sein. Ist hier der Azubi beispielsweise immer pünktlich im Gegensatz zum Arbeitsplatz, scheint das Problem im Betrieb zu liegen. Oder hat man im Bewerbungsgespräch etwas versprochen, was man nicht eingehalten hat?

Läuft es weder in der Schule noch in der Arbeit rund, sollte ermittelt werden, ob der Beruf den ursprünglichen Vorstellungen entspricht und nach den Ursachen gesucht werden. Wichtig ist hier, dass man es nicht einfach laufen lässt und denkt es gibt sich wieder oder es könnte nur eine Phase sein. Ist in der Schule der Anschluss bereits verloren oder die Stimmung im Betrieb gekippt, ist es schwer dies wieder zu korrigieren und aufzuholen. Daher sollte man stets über Leistungen des Auszubildenden informiert sein, um rechtzeitig agieren zu können.

 

Es ist nicht gleich alles verloren

Hat man diesen Zeitpunkt verschlafen, heißt es dennoch nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Sind sich beide Seiten einig, dass man an der Ausbildung weiterhin festhalten will, kann auch die IHK helfen eine verfahrene Situation wieder zu retten. Diese hilft auch bei schwerwiegenderen Ursachen wie Suchtproblemen, da die ein Ausbildungsbetrieb nicht allein lösen kann und muss.

Interessieren Sie sich für ihren Auszubildenden, fragen sie aktiv nach und lassen sie es am besten gar nicht so weit kommen, dass die Ausbildung in Gefahr gerät und man über Abmahnungen sprechen muss. Auch wenn der Azubi nicht erzählt wie ein Wasserfall, er spürt ihr Interesse und er hört es, wenn man ihn lobt. Daher loben sie auch aktiv, wenn etwas gut läuft, das gibt Selbstvertrauen, auch wenn der Stolz vielleicht nicht offensichtlich gezeigt wird.

Ausbilden bedeutet Verantwortung und deren sollte man sich bewusst sein, wenn man sich einem jungen Menschen annimmt.

 

Foto:  © pixabay