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Grundlegende Infos zum Umgang mit Bildrechten im Internet

Keine Internetseite kommt heutzutage ohne Bilder oder Visulisierungen aus. Sie werten den gezeigten Content ungemein auf. Doch Vorsicht! Sich einfach irgendwelche Bilder von Google herunterzuladen und in seine Beiträge einzufügen, ist nicht erlaubt und kann enorme Kosten nach sich ziehen. Meist erhält man eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung, eine Forderung auf Schadensersatz sowie die Aufforderung eine Unterlassungserklärung und eine Verpflichtungserklärung abzugeben. Dadurch sollen erneute Vergehen, durch noch höhere Kosten und das Auferlegen einer Vertragsstrafe, vermieden werden.

 

Doch was muss beachtet werden, wenn man unbedingt ein Foto braucht?

Als allererster muss immer die Frage nach dem Urheber geklärt werden. In der Regel ist dies der Illustrator oder Fotograf des Bildes. Dieser ist an erster Stelle berechtigt, die Nutzungsrechte für sein Bild oder seine Illustration zu vergeben. In der Regel geschieht das gegen ein Entgelt. Zudem ist der Urheber auch ohne Copyrightangabe am Bildrecht geschützt.

Grundsätzlich muss man sich immer eine Lizenz für das jeweilige Bild sowie den Nutzungsumfang einholen. Am sichersten ist es, sich diese Lizenz direkt beim Urheber einzuholen. Bei sonstigen Anbietern ist darauf zu achten, ob diese überhaupt Nutzungsrechte am Bild erteilen dürfen.

 

Welche Nutzungsrechte gibt es?

Die Nutzungsrechte einer Lizenz können ausschließlich, einfach, räumlich, zeitlich, inhaltlich beschränkt oder unbeschränkt erteilt werden.

  • „Ausschließlich“ bedeutet, dass allein der Lizenznehmer das Bild nutzen darf. Das Bild darf dann vom Lizenzvergeber nicht ein weiteres Mal, z.B. an eine konkurrierende Firma, vergeben werden. Hier gibt es noch die Abstufungen „eingeschränkt ausschließliches Nutzungsrecht“ (Urheber, darf das Bild weiterhin für sich nutzen) und das „voll ausschließliche Nutzungsrecht“ (Urheber darf das eigene Foto nicht mehr nutzen).

  • „Einfach“ bedeutet, dass auch andere Lizenznehmer die Nutzungsrechte erwerben können.

  • „Zeitlich“ und „räumlich“ bedeutet, dass die Lizenz für einen bestimmten Nutzungszeitraum erteilt wird und danach erlischt, insofern keine weiteren Vereinbarungen getroffen werden. Die räumliche Nutzung legt den geographischen Rahmen der Nutzung fest. Im Falle einer weltweit aufrufbaren Internetseite, sollte man das geographisch uneingeschränkte Recht einholen.

  • „Inhaltlich“ bedeutet, dass das Nutzungsrecht zum Beispiel nur für ein Projekt gilt. Auch die Nutzung über eine Print- oder Onlineversion ist hier geregelt. Ebenso muss für etwaige Bearbeitungen am Bild das Recht der Bearbeitung eingeholt werden.

Sich über die genauen Nutzungsrechte zu informieren und diese zu befolgen, sind also unumgänglich, um keine Strafen zu erhalten.

 

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Zum Glück gibt es im Internet sogenannte Stockfotoplattformen, die lizenzfreie Bilder zur Verfügung stellen, manchmal gegen eine Gebühr, Spende oder kostenfrei. Beispiele wären „Pexels“, „Pixabay“, „istock“, „unsplash“ und viele weitere. Doch auch hier sollte man sich gründlich über die oben genannten Nutzungsrechte informieren sowie weitere: Ist es kommerziell nutzbar? Darf es auf Social Media veröffentlicht werden? Möchte der Urheber genannt werden oder auch der Anbieter?

Durch das Urheberrecht wird also sichergestellt, dass der Urheber volle Kontrolle über seine künstlerischen Werke hat und er auch dementsprechend entlohnt wird, insofern er das möchte. Man sollte sich vor Augen halten, dass hinter jedem Werk eine Arbeit steckt, die eventuell bezahlt werden möchte. Niemand möchte beklaut und um seinen Lohn gebracht werden. Sehen Sie deshalb von simplem „Copy+Paste“ ab und unterstützen Sie die Künstler und Urheber.