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"Du" oder "Sie"?

Spricht man seine Kunden und Kundinnen lieber mit „Du“ oder „Sie“ an? Diese Fragen haben Sie sich bestimmt auch schon gestellt. Ob beim Schreiben eines Textes oder beim Erstellen einer Webseite, früher oder später kommt diese Frage auf. Früher zählte es zum guten Ton und zeugte von einem ordentlichen Umgang, dass man unbekannte Menschen mit „Sie“ anspricht. Man wahrte eine gewisse Distanz und wirkte dadurch vor allem im geschäftlichen Bereich deutlich seriöser.

Auch heutzutage hält sich diese Meinung noch relativ hartnäckig, doch die Trends zeigen ein anderes Bild. Als erstes sollte man sich, wie im Marketing üblich, der Hauptfrage der eigenen Zielgruppe widmen. „Wer ist meine Zielgruppe und wie möchten diese Menschen angesprochen werden?“  Im englischsprachigen Businessbereich haben wir dieses Problem eher weniger. Durch das „You“ findet hier keine Differenzierung statt. Zudem ist es eher üblich, dass man sich mit dem Vornamen anspricht.

Schaut man bei uns auf eher konservative Branchen, wie das Bank- oder Versicherungswesen, ist es durchaus noch angebracht und vorteilhaft seine Kunden zu siezen, wenngleich es auch vereinzelte Mitarbeiter gibt, die sich einen ungezwungeneren Umgang in diesen Sparten wünschen. In der Kreativbranche hingegen zeigt sich ein ganz anderes Bild. Das „Du“ signalisiert Nahbarkeit sowie Persönlichkeit und versprüht Lockerheit, was schlussendlich auch förderlich für die Kreativität sein kann.

Unter Kollegen der gleichen Hierarchieebene hat sich das Duzen inzwischen auch im Arbeitsalltag durchgesetzt. Es verstärkt den Teamgeist und lässt die Gruppe als eine Gemeinschaft wirken. Allgemein ist es bei der jüngeren Generation eher üblich sich schnell auf das „Du“ zu einigen. Allerdings sollte man bei Vorgesetzten noch zurückhaltender agieren und darauf warten, ob einem das „Du“ angeboten wird.

Egal für welche Art der Ansprache man sich entscheidet, man sollte sich dabei wohlfühlen und seine Entscheidung vertreten können. Hat man sich für einen Weg entschieden, ist es ratsam diesen auch beizubehalten und nicht ständig zwischen dem „Du“ und dem „Sie“ zu wechseln, denn dies könnte als Unsicherheit Ihrer Entscheidung gedeutet werden.

In diesem Sinne gibt es also kein wirkliches Richtig oder Falsch. Hören Sie sich in Ihrer Branche um und versetzen Sie sich in Ihre Kunden hinein. Loten Sie aus, welche Form Ihnen besser gefällt und besser zu Ihrem Business oder Ihrer Marke passt und behalten Sie diesen Kurs bei.

 

Foto: © pixabay